Fondo Solidario
Projektfinanzierungen 2010
Der Heidelberger Partnerschaftskaffee ist ein bundesweit einzigartiges Modell, bei dem die Bezeichnung fairer Kaffeehandel noch mit der Realität - sprich den an die Produzenten gezahlten Preisen - übereinstimmt. Zusätzlich zu den über den FairTrade-Preisen liegenden Einkaufspreisen für den Rohkaffee wird für jedes Kilogramm verkauften Kaffee ein Euro für die Finanzierung von zusätzlichen Projekten in den Kaffeekooperativen verwendet. Diese zusätzliche Projektfinanzierung wird direkt beim Einkauf des Kaffees als Teil des Kaffeepreises an die Kooperativen bezahlt. Die Entscheidung über die Projekte erfolgt in Zusammenarbeit des Heidelberger Partnerschaftskaffees mit den beteiligten Kooperativen.
Im Jahr 2010 flossen 6.300 US-$ an die Kooperative UCPCO in San Juan del Rio Coco / Nicaragua zur Förderung der Frauenarbeit. Das Geld wird von der Frauengruppe „Estrellas Luminosas“ (Leuchtende Sterne) für die Bedürfnisse der Frauen in der Kooperative eingesetzt. Dazu gehören Bildungsmaßnahmen, ein Kreditfonds für Frauen und die Verbesserung der Gesundheitsversorgung durch Vorsorgeuntersuchungen. Aus zusätzlichen Spendengeldern, die beim Partnerschaftskaffee für diese Frauenorganisation eingingen, konnten noch zusätzlich 1320 US-$ an die Frauenorganisation der UCPCO weitergeleitet werden.
Ebenfalls 6.300 US-$ aus dem Kaffeeverkauf des Partnerschaftskaffees gingen an die Kooperative SOPPEXCCA zur Finanzierung des Bildungsfonds für Kinder von Kaffeebauern. Kinder und Jugendliche, die weiterführende Schulen in der Stadt besuchen, erhalten aus diesem Bildungsfonds Stipendien, die die zusätzlichen Ausgaben für Ernährung, Kleidung, Schulmaterial etc. abdecken. Aktuell profitieren 17 Jugendliche von dieser Förderung. Aus früheren Projektgeldern und Spenden gingen noch zusätzlich 2.000 US-$ an den genannten Bildungsfonds und mit 5.100 US-$ wurde die Ausstattung der Grundschule Carlos Fonseca Amador in der Kooperative mit Schulmöbeln, Büchern etc. finanziert.
An die Kooperative Cosatin/Tierra Nueva wurden 2010 aus dem Kaffeeverkauf 6.388 US-$ ausgezahlt, die zusammen mit der Unterstützung aus dem vergangenen Jahr für den Aufbau eines Kooperativenhauses verwendet wurden. Der Bau dieses Hauses konnte in diesem Jahr abgeschlossen werden, die Ausstattung soll in den nächsten Wochen noch angeschafft werden.
Für die von der Unterstützung profitierenden Kaffeekooperativen bedeutet diese zusätzliche Unterstützung mit insgesamt 27.408 US-$ eine wirksame Hilfe. Durch dieses besondere Modell des partnerschaftlichen Handels aus Heidelberg werden für Kaffeebauern und ihre Familien neue Chancen eröffnet.
