Flor del Café

Der besondere Gourmetkaffee vom Partnerschaftskaffee

Packung Flor del café Nicaragua Ucpco 2009Unter dem Namen Flor del Café bietet der Partnerschaftskaffee ab sofort in unregelmäßigen Abständen einen besonderen Gourmetkaffee an. Diesen Kaffee wird es nur in kleinen Mengen und deshalb auch nur für kurze Zeit geben.

Die Idee für solch hochwertige Kaffees kam von einzelnen Kleinbauern und Kooperativen, die bisher schon den Partnerschaftskaffee angebaut haben. Sie haben über Jahre die Qualität ihres Kaffees verbessert und dabei auch den Partnerschaftskaffee immer besser gemacht. In der arbeitsintensiven Produktion von besonderen Kaffees sehen die Kleinbauern inzwischen eine Möglichkeit, durch die sie auch der Qualität entsprechende Preise erzielen können.

Dieser Ansatz hat uns von Anfang an begeistert. Dadurch werden die Bauern weiter gefördert, die noch mehr für ihre Kaffeequalität tun können und wollen.

Der Partnerschaftskaffee bietet den Kaffee in der Form an, wie er in den Pflanzungen wächst. Enthalten sind in dem aktuellen Kaffee der UCPCO 2009 die Arabica-Sorten Caturra (80 %) und Bourbon (20 %). Als Kunden können Sie den echten Geschmack des Kaffees schmecken - ohne Vermischung und Geschmacksdesign.

UCPCO 2009

Der erste Flor del Café kommt von der Kooperative UCPCO aus San Juan del Rio Coco im Norden Nicaraguas.

Karte Nicaragua„Heute bin ich sogar um 2 Uhr morgens aufgestanden, um nach meinem Kaffee zu schauen“, erzählt José Espinoza. Der junge Kaffeebauer kann es kaum erwarten, das neueste Projekt der Kaffeekooperative UCPCO vorzustellen: die Produktion eines edlen Gourmetkaffees. Dieser Kaffee wird von Beginn an sorgfältig ausgewählt. Die reifen Kaffeekirschen werden dann nicht gemeinsam mit den übrigen geerntet, sondern speziell geschulte Pflücker und PflückerInnen wählen nur die besten, gerade reifen Kirschen aus. Weil das natürlich seine Zeit braucht, bekommen die PflückerInnen einen höheren Lohn pro gepflücktem Korb. In den anschließenden Arbeitsschritten werden die Kaffeebohnen mit ausgeklügelten Techniken noch mehrfach sortiert, bis nur erstklassige und zu einem runden Geschmacksprofil zusammengestellte übrigbleiben.

Eines der Geheimnisse ist es, den Rohkaffee bis zu einem pH-Wert von genau 4,0 zu fermentieren. Und dies muss man eben auch nachts kontrollieren, wie Jose Espinoza erzählt.

Kein kurzfristiges Gewinnstreben

Jose Espinoza, Miglied der Kooperative UCPCO - Foto: B. HashagenJosé ist einer von 60 in der Kooperative organisierten Produzenten und Produzentinnen, die sich dem Gourmetkaffee verschrieben haben. „Me comprometo a realizar un excelente proceso de manejo de este café“ - „Ich verpflichte mich zu einer exzellenten Verarbeitung des Kaffees…“ steht in der Verpflichtung, die sie bei UCPCO unterschrieben haben. Und es wird ergänzt: „Ich tue dies, ohne an die unmittelbaren finanziellen Vorteile zu denken, die ein Kaffee hoher Qualität bringen kann, sondern vielmehr aus der vollen Überzeugung heraus, dass die Qualität der richtige Weg ist, unseren Traum von einer Verbesserung der Lebensqualität meiner Familie zu realisieren.“

Es geht darum, langfristig die Kaffeequalität der Kooperative zu erhöhen, ihr einen Namen als Produzenten hochwertiger Kaffees zu erarbeiten und damit dann auch längerfristig das Einkommen der Familien zu erhöhen.

Im Einzelnen baut die Kooperative UCPCO für den besonders hochwertigen Kaffee auf folgende Elemente:

  • die Produzenten werden von Agrartechnikern geschult, um alle Möglichkeiten zur Verbesserung der Qualität zu nutzen.
  • durch einen hochwertigen Biodünger möchte man eine durchgängig gute Nährstoffversorgung der Pflanzen erreichen
  • die Kaffeepflücker werden geschult und besser bezahlt, um schon bei der Ernte eine möglichst große Reinheit von guten ausgereiften Bohnen zu erreichen
  • In einem Wasserbecken (Syphon) werden die Bohnen mit einer geringeren spezifischen Dichte aussortiert, geschmackliche Beeinträchtigungen des guten Kaffees werden so von vornherein verhindert
  • Bei der „punktgenauen“ Fermentierung der Bohnen bis zu dem ph-Wert von 4,0 gelingt es, die einzelnen Charakteristika des Kaffees möglichst gut herauszuarbeiten und negative Einflüsse der Fermentierung auf den Geschmack wie z.B. zu viel Säure auszuschließen
  • Kaffeekirschen am Strauch
  • Getrennte Lagerung und Verarbeitung des Kaffees unter möglichst optimalen Bedingungen, regelmäßige Kontrollen der Bohnenqualität, Transport und Verschiffung der Bohnen unter bestmöglichen Bedingungen.

Der Geschmack

Was macht nun den Flor del Café zum Gourmetkaffee?
Auch dieser Kaffee ist natürlich ein nicaraguanischer Kaffee, mit den typischen Geschmacks-Merkmalen dieses Landes. Die besondere Behandlung des Kaffees findet in einem besonders reinen und harmonischen Kaffeegeschmack ihren Ausdruck. Nach dem Aufbrühen duftet der Kaffee nach süßer Schokolade, er hat einen chremig-feinen Körper und ein ausgeglichenes, aber angenehm kräftiges Aroma.
Am besten geeignet ist dieser Kaffee für die Zubereitung in der "Presskanne".

Fotos auf dieser Seite: Rudi Kurz, Bernd Hashagen