Kaffeegenuss ohne Ausbeutung
10 Jahre Partnerschaftskaffee
Kaum jemand erinnert sich bei uns heute noch daran - vor 11 Jahren fielen die Weltmarktpreise für Rohkaffee so rasant und tief, dass die Existenz vieler Kaffee produzierender Kleinbauern gefährdet war. Vietnam hatte damals den Weltmarkt mit Robusta-Kaffee überschwemmt und die Kaffeehändler rund um den Globus griffen begierig nach der billigen Ware. Das Nicaragua-Forum hatte in den Jahren vor diesem Kaffee-Crash immer wieder Kaffeekooperativen mit Projektfinanzierungen unterstützt. Die Existenz dieser Kooperativen war durch den Verfall der Weltmarktpreise existenziell gefährdet. Um nicht einfach nur dem Verfall zuzuschauen, holte das Nicaragua-Forum damals die Weltläden in der Stadt mit ins Boot und initiierte mit diesen den Heidelberger Partnerschaftskaffee.
Kaffee wird teurer!
Schon seit einigen Monaten taucht diese Überschrift in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften aus. Und natürlich stimmt die Meldung. Ein Blick auf den Verlauf der Weltmarktpreise für Kaffee zeigt es deutlich. Und der Partnerschaftskaffee zahlt für den Rohkaffee der Ernte 2010/2011 etwa 50% mehr als im Vorjahr.
Aber warum steigen die Preise für unser Lieblingsgetränk so rapide an? Eine Antwort auf diese Frage könnte Ihnen vielleicht ihre Bank geben, denn schon seit längerem empfehlen Banken die gewinnbringende Anlage in Rohstoffonds. In nicht wenigen Fällen gehören zu diesen Papieren des Kasino-Kapitalismus auch Kaffee-Optionen. Eine kurze Zusammanfassung zur Preisentwicklung beim Rohkaffee finden Sie hier. (pdf-Datei)
Detaillierte Informationen zu dem Thema Rohstoffpreise und Auswirkungen auf Produzenten erhalten Sie z.B. bei folgender Info-Veranstaltung:
Rohstoffboom – Auswirkungen auf Kleinbauern
Referent: Rudi Kurz (Heidelberger Partnerschaftskaffee)
Verkaufspreise im Einzelhandel
Immer wieder fragen Kunden nach den empf. Verkaufspreisen für den Einzelhandel. Die empfohlenen Verkaufspreise für Händler finden Sie hier...Leuchtende Sterne
Das Projekt des Heidelberger Partnerschaftskaffee zur Förderung von Frauen in der Kooperative UCPCO in San Juan del Rio Coco wurde in diesem Jahr begonnen.
Es geht um die Herausbildung einer besseren Interessensvertretung der Frauen in der Kooperative, die Verbesserung der Gesundheit und der wirtschaftlichen Bedingungen.
Weitere Informationen zu dieser Projektförderung finden Sie in unserem Faltblatt... (pdf-Datei, 156kB)
Fondo Solidario
Projektfinanzierungen 2010
Der Heidelberger Partnerschaftskaffee ist ein bundesweit einzigartiges Modell, bei dem der an die Produzenten gezahlten Preis deutlich höher ist als bei den Fair-Händlern üblich. Zusätzlich zu den über den FairTrade-Preisen liegenden Einkaufspreisen für den Rohkaffee wird für jedes Kilogramm verkauften Kaffee ein Euro für die Finanzierung von zusätzlichen Projekten in den Kaffeekooperativen verwendet. Diese zusätzliche Projektfinanzierung wird direkt beim Einkauf des Kaffees als Teil des Kaffeepreises an die Kooperativen bezahlt. Was wurde damit 2010 gefördert?...
Weiter steigende Verkaufszahlen
Für Kaffee produzierende Kleinbauern sind die hohen Preise auf dem Weltmarkt ein Segen. Endlich haben sie die Möglichkeit, ein etwas besseres Einkommen zu erwirtschaften.
Die Preissteigerung wirkt sich auch auf die Einkaufspreise des Partnerschaftskaffee aus. Aber trotz einer nicht unerheblichen Preiserhöhung im vergangenen Jahr konnte der Partnerschaftskaffee die verkaufte Kaffeemenge weiter steigern, auf nun 14,8 Tonnen. Dies ist nicht nur ein Zeichen für die Kaffeequalität, sondern auch für das Bewusstsein der Kunden des Partnerschaftskaffee. Zur Grafik...
Ein feiner Gourmetkaffee
Der neue Flor del Café 2010 ist da!
Sie kennen vielleicht noch den nur zeitweise erhältlichen Gourmetkaffee Flor del Café aus dem vergangenen Jahr. Jetzt ist die Ernte 2010 dieses besonderen Kaffees frisch geröstet bei uns angekommen. Das Ergebnis des Geschmackstests in diesem Jahr: Ein süßes Aroma mit Anklängen an braunen Zucker und Kakao. Sanft-milder Geschmack mit einer leicht erdigen Note. Besonders feine Säure und ein harmonisch ausgeglichener Körper.
Der Kaffee kommt auch in diesem Jahr von Kleinbauern, die an dem Programm zur Qualitätsverbesserung der Kooperative UCPCO teilnehmen. Er besteht wie im Vorjahr aus den beiden Arabica-Sorten Caturra (ca. 80%) und Bourbon (ca. 20%).
Sie finden den Kaffee ab jetzt im Onlineshop und bei einzelnen Händlern.
Fair Trade Town
Stadt Heidelberg ausgezeichnet
Die Stadt Heidelberg wurde am 22.06.2010 als Fair Trade Town ausgezeichnet. Begründet wurde diese Auszeichnung u.a. mit der Entscheidung der Stadt Heidelberg, nach Möglichkeit fair gehandelte Produkte zu verwenden. Zu diesen Produkten gehört natürlich auch der Partnerschaftskaffee, der mit seinem Fair-Plus - Konzept für einen besonders hohen Preis an die Produzentenorganisationen steht. OB Würzner hob in seiner Begrüßung hervor, dass diese Auszeichnung vor allem durch das Engagement der BürgerInnen und Vereinen für und mit der Stadt stehe. Den Bericht des Stadtblatt Heidelberg finden Sie hier...
Der Partnerschaftskaffee ist wohl das wichtigste Fairhandelsprodukt in Heidelberg. Warum der Partnerschaftskaffee dennoch auf das FairTrade-Siegel verzichtet...
Neuer Gourmet-Kaffee
Kaffee der UCPCO 2009 aus Nicaragua
Ab sofort und passend zur Weihnachtszeit erhalten Sie vom Partnerschaftskaffee einen besonders feinen Gourmetkaffee der Kooperative UCPCO aus San Juan del Rio Coco - Ernte 2009. Um die Qualität für diesen Kaffee weiter zu verbessern, haben die ProduzentInnen alle Schritte beim Anbau und bei der Verarbeitung noch einmal verbessert. Neu eingeführt wurde die Messung des ph-Wertes bei der Fermentierung des Kaffees, um einen besonders gleichmäßigen und harmonischen Kaffee entstehen zu lassen. Das Ergebnis dieser Qualitäts-Verbesserung kann sich sehen und schmecken lassen - ein besonderer Kaffee.
Weitere Informationen zum Kaffee finden Sie hier, bestellen können Sie ihn über unseren Onlineshop.
Kaffeequalität als Maßstab
In den vergangenen Jahren starteten einige Kaffeekooperativen in Nicaragua eine neue Qualitätsoffensive. Bei Schulungen und Beratungen für die einzelnen Bauern durch Agrartechniker lernen Kleinbauern, welche konkreten Möglichkeiten sie für eine weitere Verbesserung ihres Kaffees haben und wie sie diese umsetzen können. Ein Bericht von Rudi Kurz über die ambitionierten Ansätzen und erste positive Ergebnisse.
Die Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung der Kleinbauern des Programms sind vielfältig, aber auch zeit- und arbeitsaufwendig. Neben der guten Nährstoff-Versorgung der Pflanzen im Bioanbau – z.B. durch speziell aufbereiteten Kompost - geht es vor allem um die Vermeidung von ... Weitere Infos
Informationen über Kaffee, Handel...
Vorstellung des Partnerschaftskaffee
Hier finden Sie die westentlichen Informationen zum Partnerschaftskaffee, neu zusammengestellt in unserem Faltblatt von 2009.
Heidelberger Umweltpreis 2009
Der Partnerschafts- kaffee wurde am 27.04.09 mit dem alle zwei Jahren vergebenen Heidelberger Umweltpreis 2009 ausgezeichnet. Die Begründung: Der Partnerschaftskaffee hat ein Netzwerk aufgebaut, das von den Kaffeebauern in Mittelamerika bis zu den Endverbrauchern in Deutschland reicht. Bei seinem Handel zahlt der Partnerschaftskaffee nicht nur Preise, die über den Preisen des Fairen Handels liegen, sondern finanziert zusätzlich auch noch mit einem Euro pro verkauftem kg Kaffee Projekte für die Verbesserung der ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Situation der KaffeeproduzentInnen.
Newsletter
Die aktuellen Entwicklungen beim Partnerschaftskaffee finden Sie in unserem letzten Newsletter. Die letzten Ausgaben: 1/2011 1/2010 2/2009 1/2009 1/2008
30 Jahre Revolution - 30 Jahre Solidarität - 30 Jahre Nicaragua-Kaffee
Sonderausgabe des Nicaragua Aktuell
Schon 30 Jahre ist es her, seit in Nicaragua die Sandinisten in einem Volksaufstand den grausamen Diktator Somoza verjagten. Die Geschichte ist bekannt: auf den revolutionären Wandel in Nicaragua, auf Alphabetisierung, Gesundheitsversorgung und Agrarreform reagierte die US-Regierung mit dem niemals offiziell erklärten Contrakrieg und zwang nach 10 Jahren die hoffnungsvolle Revolution in die Knie.
Auch wenn 30 Jahre vergangen sind, gibt es keine Notwendigkeit, eine verklärende Revolutionsgeschichte feiern. Die aktuellen Versuche von Menschen in Nicaragua, sich eine einigermaßen tragfähige Lebensperspektive zu erarbeiten, halten wir dagegen für ein interessanteres Thema. Gemeinsam mit dem Nicaragua-Forum haben wir eine gemeinsame Ausgabe des Nicaragua Aktuell zum Thema Kaffee aus Nicaragua erarbeitet. Denn mit der sandinistischen Revolution begann nach 1979 auch die Geschichte des Nicaragua-Kaffees, dessen Bezeichnung bis vor wenigen Jahren als Synonym für Fair gehandelten Kaffee verwendet wurde und der in Deutschland eine der wichtigsten Triebfedern des Fairen Handels war.
Wir berichten in dieser Ausgabe über die Perspektiven, die Kleinbauern in Nicaragua heute für ihre Kooperativen entwickeln und wie wir diese neuen Entwicklungen begleiten und zu unterstützen können. Angesichts des Themas entstand so ein gemeinsames Heft von Nicaragua-Forum und Heidelberger Partnerschaftskaffee.
Hier geht es weiter zum Inhaltsverzeichnis des Nicaragua Aktuell und
hier finden Sie die neue Ausgabe des Nicaragua Aktuell zum herunterladen
Kunden des Partnerschaftskaffee senden wir diese Ausgabe bei der nächsten Bestellung mit (so lange unser Vorrat reicht)
Social Entrepreneurship am Beispiel des Heidelberger Partnerschaftskaffee
Über den Begriff des Social Entrepreneurship gibt es unterschiedliche Definitionen. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam, dass die soziale Mission der Unternehmung Hauptantriebskraft der Organisation sein muss. Genau dieses Kriterium erfüllt der Faire Handel in seiner Bemühung, den Produzenten in Entwicklungsländern faire Löhne zu bezahlen und damit ihre Lebenssituation zu verbessern.
Ein besonderer Vertreter des Fairen Handel ist der Heidelberger Partnerschaftskaffee, der mit seinem Engagement über die Kriterien des Fairen Handel hinaus Projekte in Nicaragua unterstützt. Mit seiner Transparenz genießt er ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit bei seinen Kunden ... Semesterarbeit von Michael Beck zum Thema (pdf-Datei)
Grafiken zeigen mehr als 1000 Worte
Schaubilder zum Kaffeehandel
Entwicklung des Weltmarktpreises zwischen 2000 und 2007
Zur Zeit der Kaffeekrise (2000 bis 2005) deckte der Weltmarktpreis oft nicht einmal die Produktionskosten für rohkaffee. Wie hat sich seither der Weltmarktpreis entwickelt? Berechnungsgrundlage ist der Preis für Other Mild Arabica.
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Einkaufspreis plus Projektfinanzierung
Wie entwickelte sich der Einkaufspreis des Heidelberger Partnerschaftskaffee in den letzten Jahren? Und wie hoch ist der Gesamtbetrag von Einkaufspreis plus Projektfinanzierung? Dies zeigt dieses Diagramm...
Exportmengen von ausgewählten Produzentenländern
Die Exportmengen von verschiedenen Produzentenländern zeigen die wesentlichen Veränderungen auf dem Weltkaffeemarkt in den zurückliegenden Jahren. Die wichtigste Veränderung ist die vor allem mit Mitteln der Weltbank geförderte Produktionssteigerung in Vietnam, die zum extremen Verfall der Weltmarktpreise geführt hat. Inzwischen sank die Produktion des Robusta-Kaffees in Vietnam wieder, wobei verschiedene Analysten davon ausgehen, dass in den kommenden Jahren vietnamesische Arabica-Produzenten auf den Markt drängen werden.
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Was können sich die Kaffeeproduzenten für ihre Einnahmen kaufen?
Allgemein bekannt ist, dass sich der Gegenwert von Rohstoffen und Industriewaren auseinanderentwickeln. Wie sieht das terms of trade genannte Warenaustauschverhältnis für Kaffee aus, wie viel Kaffee müssen Kaffeebauern verkaufen, um sich einen Lastwagen kaufen zu können? Ein LKW ist z.B. notwendig, um den Kaffee zur Verarbeitungsanlage oder zum Hafen zu fahren.
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Von der Ausbeutung der Kaffeebauern profitieren
Oft wird argumentiert, dass vor allem die großen Kaffeekonzerne von der Ausbeutung der Kaffeebauern im Süden profitieren. Deshalb lohnt sich auch die Frage, wie lange ein Arbeiter in Deutschland mit Durchschnittseinkommen für den Kauf eines Pfunds Kaffee arbeiten muss? Wie sah dieses Verhältnis früher aus?
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Aktuelle Informationen über Nicaragua 
Das Nicaragua-Forum veröffentlicht regelmäßig aktuelle Meldungen aus Nicaragua, dem für den Partnerschaftskaffee wichtigsten Produzentenland. Zu den Seiten des Nicaragua-Forums
Das Leben von Kleinbauern
Ein großer Teil des weltweit produzierten Kaffees wird von Kleinbauern angebaut. Einen kleinen Einblick in das Leben der Kaffeebauern und ihrer Familien erhalten Sie durch Fotos hier...
Warum Partnerschaftskaffee trinken?
Was bedeutet der Partnerschaftskaffee für seine Kunden? Einige von vielen Fotos von Kunden, die bei einem Shooting bei den Agendatagen Heidelberg entstanden, finden Sie hier...
Ausstellung: Kaffee - Unser Leben
Kinderzeichnungen und Fotos aus Nicaragua. Die Ausstellung kann beim Heidelberger Partnerschaftskaffee ausgeliehen werden. Informationen senden wir Ihnen auf Anfrage gerne zu.
Beispiele aus der Ausstellung zur Ansicht - im Original in deutlich besserer Farbqualität:
Rahmen 4 der Ausstellung
Rahmen 12 der Ausstellung
Rahmen 17 der Ausstellung
Informationen über Projekte
Bildung ist die Grundlage von Entwicklung
Faltblatt mit Informationen über die Finanzierung des Bildungsfonds für Kinder von Kaffeebauern. Zum Faltblatt (pdf-Datei, 85 KB)
Mit Pelibuey-Schafen die Lebensgrundlage verbessern
Ein Projekt zur Diversifizierung der Produktion durch die Einführung der Schafhaltung im Kaffeeanbau. Eine Interessante Alternative für Kleinbauern. Infos...
Anleitung: Wie bereitet man einen guten Kaffee?
Eine kurze Anleitung als PDF-Datei zum Ausdrucken
Zubereitung - viele Infos
Wer sich intensiv mit der Zubereitung von Kaffee beschäftigen möchte, dem seien die Seiten des KaffeeWiki empfohlen. Die finden Sie hier...
Schattenkaffee
Moderne Technologien machen auch vor dem Kaffeeanbau nicht halt. Monokulturen, möglichst effiziente Sorten, der Einsatz chemischer Mittel für Düngung und Pflanzenschutz und der Einsatz von Erntemaschinen sind die Methoden der Großproduzenten, um die Kaffeeerträge zu steigern. Im technisierten Kaffeeanbau stehen oft 5.000-6.000 Pflanzen auf einem Hektar Land, während in der traditionellen Bewirtschaftung nur 1.000 bis 2.000 Pflanzen auf dieser Fläche stehen.
Seit den 90er-Jahre setzen vor allem Großproduzenten auf den Anbau von Hochertragssorten. In Kolumbien werden z.B. zu über 2/3 solche Hochertragssorten angebaut. Die Pflanzen haben eine deutlich kürzere Lebensdauer und müssen nach 6 bis 10 Jahren ersetzt werden.
