Wir lernen beim Kaffeehandel

Kaffee in der Schule

Kaffee ist nichts für Kinder - so heißt es immer. Und selbst bei Jugendlichen hebt noch manch Erwachsener den pädagogischen Zeigefinger,....
Wir in der Juniorfirma der SHS sind inzwischen echte Kaffeehändler geworden und betreiben ein eigenes Cafe. Und dabei lernen wir ganz praktisch - vielleicht mehr als wenn sich unsere Lehrer an der Tafel abmühen.



So sieht der Unesco-Partnerschaftskaffee aus.

Diese Schülerin in Nicaragua ist stolz auf ihr Zeugnis.

Was ist so toll an unserem Kaffee?

Kaffee verkaufen, unser Schülerkaffee organisieren, das finden wir schon gut. Aber wir fördern damit auch noch Schüler und Schülerinnen in Nicaragua. Aus den Einnahmen des Kaffeehandels werden Stipendien für Kinder von Kaffeebauern finanziert. Dadurch können diese Kinder und Jugendlichen nach der Grundschule weiterführende Schulen besuchen, die es nur in Städten gibt.

Damit diese Förderung möglich ist, arbeiten verschiedene Organisationen zusammen: Die Kaffeebauern aus dem Gebiet um Jinotega haben sich in einer Kooperative zusammengeschlossen. Diese Kooperative heißt Soppexcca. Der Heidelberger Partnerschaftskaffee verkauft den Kaffee von dieser Kooperative in Deutschland, zahlt den Bauern faire Preise und fördert gleichzeitig noch Projekte wie den Bildungsfonds für die Kinder von Kaffeebauern. Und wir als Schüler organisieren den Verkauf und Vertrieb des Unesco-Partnerschaftskaffees und sorgen so dafür, dass 1 Euro von jedem kg Kaffee, das wir verkaufen, direkt an diesen Bildungsfonds gezahlt wird.

Ein Bericht aus Nicaragua

Manchmal erhalten wir auch Berichte von den Schülern aus Nicaragua. Xiomara del Carmen Hernandez Garcia schrieb uns in einem Interview:

"Als bei uns die Stipendien eingeführt wurden, hat mich die junta directiva (Vorstand der Kooperative) zum Besuch der Secundaria ausgewählt. Mein Vater war gleich einverstanden. Jetzt fahre ich am Freitag nach Jinotega und besuche am Freitag und Samstag die Schule. Die Busfahrt in die Stadt, das Essen, die Übernachtung, die Einschreibung und das Zeugnis sowie meine Schulmaterialien werden durch das Stipendium von SOPPEXXCA bezahlt.

Zum Glück gibt es das Stipendium, mein Vater könnte die Schule nicht bezahlen. Gerade hat es Zeugnisse gegeben. Ich bin mit meinen Noten zufrieden. Jetzt im Januar haben wir Ferien, weil alle beim Kaffee helfen müssen. Nach den Ferien geht es dann im März mit dem nächsten Schuljahr weiter. Was ich nach der Schule mache, weiß ich noch nicht. Auf jeden Fall helfe ich meiner Familie beim Kaffee."


Ein Schüler aus Nicaragua zeigt,
was bei einer einer Kaffeeprobe geprüft wird.
unesco partnerschaftskaffee
Unesco - Partnerschaftskaffee fördert Bildung!